Servus miteinander, ich bin Patrick, 20 Jahre jung, und gelernter Schreiner. Meinen Zivildienst habe ich in der BruderhausDiakonie in Fluorn im Förder- und Betreuungsbereich geleistet. Durch meine handwerkliche Begabung wollte ich eigentlich in die grüne Gruppe (landwirtschaftliche Tätigkeiten, auch mit Tieren) und an die frische Luft. Das hat nicht geklappt und jetzt bin ich froh, eine andere Seite vom Leben und Arbeiten kennen gelernt zu haben.
Mein Zivildienst hat mir in sehr vielen Punkten und Situationen für das weitere Leben einiges gebracht. Mehrere Monate mit besonderen Menschen durch den Tag zu gehen, zu fahren, singen, zu essen und zu reden, waren wirklich gute Erfahrungen. Mit Worten gar nicht zu beschreiben, persönlich schön und wichtig zu erleben. Ich bin sicher, das einzig Richtige mit meinem Zivildienst gemacht zu haben. Auch im Wohnbereich durch die HeilerziehungspflegerInnen und in der WfBM durch die ArbeitserzieherInnen habe ich mir gute Eindrücke für die eventuelle Zukunft im sozialen Bereich geholt. Der Zivildienst und die Aufgaben der Tagesstruktur haben sehr viel Spaß gemacht, doch auch Meinungsverschiedenheiten und Kommunikation mit Klienten ist eine Aufgabe, die zu lösen doch oftmals nicht ganz einfach ist. EIN AUF UND AB - WIE IM WAHREN LEBEN.
Zivi - Patrick Kirschenmann
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Eigentlich wollte ich im Herbst nach meinem Abi wie geplant in meine berufliche Zukunft starten, doch der Ostersamstag 2009 durchkreuzte meine Pläne: Das Kreiswehrersatzamt "beglückte" mich mit einem Einberufungsbescheid! Daraufhin entschied ich mich, bei der BruderhausDiakonie in Reutlingen Zivildienst zu leisten, da ich in dieser Tätigkeit mehr Gewinn für andere Menschen und mich selbst sah. Über Frau Hefele bin ich schließlich zu meiner Einsatzstelle in der Alteburgstraße gekommen, einer Werkstätte für vorwiegend psychisch kranke Menschen.
Ich weiß noch genau, wie ich am ersten Tag meines Dienstes den vielen Beschäftigten mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Einschränkungen begegnet bin. In erster Linie war ich unsicher, wie ich mich ihnen gegenüber verhalten sollte: Würden sie es mögen, wenn man ihnen locker mit einem Lächeln entgegentritt oder sollte ich lieber ernst bleiben, um zu zeigen, dass ich sie respektiere?
Nach und nach hat es sich für mich eingespielt, die Leute öffneten sich mir gegenüber, ich lernte die verschiedenen Charaktere besser kennen und erkannte, wer auf welche Weise behandelt werden möchte, z.B. wer sich gerne unterhält oder wer eher seine Ruhe schätzt. Durch die netten Gruppenleiter in meiner Abteilung wurde ich in die Tätigkeiten eingeführt, die im Laufe meiner 9-monatigen Dienstzeit anfielen. Dazu gehörten hauptsächlich Hilfestellungen für die Beschäftigten bei der Arbeit, wie das Lehren einfacher Handgriffe, das Bereitstellen von Material oder das Einspringen in der Produktionskette, wenn mal jemand ausfiel, aber auch Fahrdienste und Hausmeisterarbeiten wie z.B. Glühlampen austauschen oder Schneeschippen im Winter. Da ich dabei die meiste Zeit in der unmittelbaren Nähe der Beschäftigten verbrachte, erfuhr ich viel von den Menschen in der Werkstätte und ihrem Lebenswandel. Viele von ihnen wurden im Laufe der Zeit wie Freunde, mit denen man über alles sprechen konnte und auch die anfängliche Unsicherheit war verflogen.
So ging ich immer wieder gerne zur Arbeit, weil es jeden Tag etwas Neues zu entdecken gab. Witzige Situationen, interessante Gespräche, zusammen etwas auf die Beine stellen - das ist es, wofür ich gerne bereit war, diese neun Monate Zeit zu investieren.
Als schließlich mein Zivildienst zu Ende ging und ich die Werkstätte wieder verlassen musste, waren viele sehr traurig - und gerade wenn beim Abschied selbst bei den Männern Tränen flossen, weiß man, dass man nicht allzu viel falsch gemacht haben kann... Zivildienst in einer diakonischen Einrichtung - eine Erfahrung, die fürs Leben bleibt!
Alexander Dyjas (Zivi vom 01.09.09 - 31.05.10)
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Über den Zivildienst zum dualen Studium „Soziale Arbeit“
Im Anschluss an die Schule leistete ich meinen Zivildienst in den Werkstätten für behinderte Menschen im Landheim Buttenhausen ab. Nach dem „Abistress“ waren die Tätigkeiten dort eine interessante und abwechslungsreiche Erfahrung. Der Umgang mit behinderten und psychisch kranken Menschen bereitete mir sehr viel Freude. So verlor ich schnell mein anfängliches Interesse an einem technischen Beruf und entschied mich stattdessen im sozialen Bereich tätig zu werden. Nach Gesprächen mit einem Berufsberater verstärkte sich schließlich mein Interesse an dem Berufsbild des Sozialarbeiters/Sozialpädagogen. Glücklicherweise arbeitet das Landheim Buttenhausen eng mit der Dualen Hochschule Stuttgart - Fakultät Sozialwesen zusammen. Da ich bereits während des Zivildienstes meine Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte, bekam ich den Zuschlag: Ein Studienplatz an der Dualen Hochschule Stuttgart! Während ich nun an der Hochschule die entsprechenden theoretischen Grundlagen erwerbe, genieße ich in den vielfältigen Einsatzbereichen des Landheims Buttenhausen die praktische Ausbildung zum Sozialpädagogen.
Gruß Simon Walter (Foto: bei einem "Ausbildungs-Messe-Einsatz" in Metzingen)
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"Ich habe im Seniorenzentrum Betzingen in der Abteilung für Demenzerkrankte gearbeitet.
Hier habe ich immer wieder erfahren, mit welchen Höhen und Tiefen die Bewohner/-innen durchs Leben gegangen sind. Dass sie nun unter Krankheiten leiden, bemerken bzw. stört die einen mehr, die anderen weniger und ist für die Angehörigen oftmals schwerer und schmerzlicher zu ertragen, als für die Betroffenen selbst. Somit wurde mir auch sehr viel Vertrauen, Verantwortung und Aufmerksamkeit entgegengebracht.
Zivildienstleistender im Seniorenzentrum Betzingen
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Liebe/r Leser/-in,
mein Name ist Yang Yu (20) und war bis 31.08.2009 als "Ergozivi" im Seniorenzentrum am Markwasen (ehemals Mutter Werner – Heim) tätig.
In der Ergotherapie werden zahlreiche Kurse für die Heimbewohner geboten. Diese haben damit eine Abwechslung und zugleich eine körperliche (wie z.B. Sturzprävention und „Tanzen im Sitzen“) und geistige (wie z.B. Gedächtnistraining, Korbflechten und Malen) Förderung. Ich als Zivildienstleistender unterstütze die Ergotherapeutinnen bei diesen Kursen in jeglicher Hinsicht. Die Arbeit ist sehr vielfältig und man kann sich sicherlich über jede Menge neue Erfahrungen freuen. Mir persönlich hat die Zeit hier im Seniorenzentrum am Markwasen sehr gut gefallen und ich hoffe, Ihr werdet denselben Eindruck gewinnen.
Viel Spaß bei der Zivizeit wünscht Euch
Yang Yu