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Die Nachrichten im Detail

Arbeiten bei der BruderhausDiakonie

„Man wächst mit diesem Beruf“

Ralf Eisele ist Gruppenleiter im Förder- und Betreuungsbereich der BruderhausDiakonie Werkstätten in Reutlingen. Seit 15 Jahren unterstützt er Menschen mit geistiger Behinderung und einem hohen Hilfebedarf in der BruderhausDiakonie. Nach seiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger hat er berufsbegleitend den Fachwirt und ein bildungswissenschaftliches Studium abgeschlossen.

Ralf Eisele bei seiner Arbeit in der Theatergruppe

Ralf Eisele bei seiner Arbeit in der Theatergruppe

„Nach 15 Jahren Berufserfahrung ist es schon witzig, was man alles erlebt hat.“ erzählt Ralf lachend. „Man wird mit dem Alter erfahrener und besser in seinem Beruf, je mehr Lebenserfahrung man hat. Mit Menschen mit geistiger Behinderung zu arbeiten ist unglaublich vielfältig. Dadurch, dass wir die Menschen im Alltag begleiten die nicht, noch nicht oder nicht mehr in den Werkstätten mitarbeiten können, sind unsere Beschäftigten so unterschiedlich wie nur möglich. So darf man sich jeden Tag auf neue Situationen einstellen, das ist einfach genial. Ein Highlight der Woche ist immer unser gemeinsames Kochen am Freitag. Hier ist jeder Beschäftigte eingeladen im Rahmen seiner Möglichkeiten mitzumachen und so teilzuhaben und Teil zu sein. Dies setzen wir auch bei den verschiedenen Bildungsangeboten, den arbeitsbegleitenden Maßnahmen und den Kreativangeboten um.

Die Tanzpädagogik und die Theaterprojekte liegen mir besonders am Herzen und machen mir viel Spaß. Es ist enorm, wie sich die Beschäftigten im Laufe eines Projektes zum Positiven weiter entwickeln. Zum Beispiel hat mir *Dieter total imponiert. Zu Beginn des Theaterprojektes dachten wir, mit ihm zuarbeiten wird eher schwierig. Er bewies uns aber während des Projektes das Gegenteil und war zum Schluss ein authentischer Schauspieler, der das geforderte Verhalten sehr gut umsetzen konnte. Oder auch *Paula hat eine große Lernleistung im Laufe des Projekts geschafft. Sie begann mehr zu sprechen und sich zu äußern.

Ich bleib bei meinem Theater.

Hier unterstützt mich meine Chefin durch Fort- und Weiterbildungen besonders in den Themen Theaterpädagogik oder Schauspielausbildung für Menschen mit Behinderung. Ich kann mich horizontal nach meinen Interessen weiterentwickeln. Wir haben 2009 anlässlich des 200jährigen Jubiläums von Gustav-Werner mit den Theaterprojekten angefangen und werden ab dem 06. Dezember 2017 ausgehend hiervon, ein festes arbeitsbegleitendes Angebot mit theaterpädagogischen Elementen in meinem Bereich machen.“ sagt Ralf begeistert.

„Der Förder- und Betreuungsbereich kann nur durch Teamarbeit funktionieren, bei Herausforderungen wägen wir die Punkte ab und kommunizieren sehr viel im Team. Unser Mitarbeiterteam ist einfach cool. Wegen unseren unterschiedlichen Qualifikationen, zum Beispiel Heilerziehungspfleger oder Ergotherapeuten, ergänzen wir uns sehr gut in unserer Arbeit. Wir haben viel Spaß dabei und geben uns falls nötig gegenseitig Rückhalt.“

Ralf empfindet seine Arbeit sinnhaft und ist trotz oder gerade wegen seiner berufsbegleitenden Weiterbildungen gerne Heilerziehungspfleger und nach wie vor begeistert von seinem Berufsfeld.

 

 

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Ich mag Menschen wie sie sind.

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